Aktuelles

Die nächste Börse findet am 15. Januar 2017 von 09.00 Uhr bis 17.00 Uhr statt.

Bilder der vergangenen Börse finden Sie in der Galerie.

Sollten Sie Interesse haben, als Aussteller auf der Börse vertreten zu sein, finden Sie hier die nötigen Kontaktinformationen.

 

Tauschabende:

Haus der Kirchlichen Dienste,
Beginn: 18.30 Uhr
(Jugendliche ab 17.30 Uhr)

 

10. Januar 2017

7. Februar 2017

7. März 2017

4. April 2017

2. Mai 2017

6. Juni 2017

4. Juli 2017

1. August 2017

5. September 2017

10. Oktober 2017

7. November 2017

5. Dezember 2017

 

9. Januar 2018 (voraussichtlich)

Der Verein - Eine Chronik

 

Briefmarken- und Münzensammlerverein Friedrichshafen e.V.
Die wichtigsten Daten zum 90. Jubiläum

 

Ende 1922:

Karl Moser, Josef Selzle, ca. 1936 bis 1952 erster Vorsitzender, Ernst Schlembach sen. und H. Mayer gehörten zu den Initiatoren, welche im Nebenzimmer des „Adlers“ beschlossen, den Kreis der Philatelisten zu erweitern. Karl Moser schwärmte von den gemütlichen Zusammenkünften, besonders an den Weihnachtsfeiern, als die Wirtin des „Adlers“ eine große Wurstplatte stiftete, die zugunsten der Vereinskasse versteigert wurde.

 

11. Januar 1923: 

Dieser Tag gilt als Gründungstag der „Briefmarkensammler-Vereinigung Friedrichshafen“, als 15 bis 20 Sammler eine Satzung beschlossen, deren Zweck, die „Pflege des Briefmarken Sammelsports“ war: „Die Pflege hat zu geschehen durch gegenseitige unterhaltende Belehrung auf dem Wege des Tausches und Kaufs innerhalb der Vereinigung“. Mit einer Anzeige im Seeblatt wies der Verein 17.01.1925 erstmals auf seine Treffen Sonntagvormittags in der „Traube“ hin.


11. Mai 1930:

Die erste Briefmarkenbörse wurde auf der Hafenbahnhofterrasse durchgeführt. Es verdichten sich die Anzeichen, dass damit der Briefmarken-Sammlerverein Friedrichshafen die erste internationale Börse auf deutschem Boden durchführte. Hans Meyer, Spezialist für die Philatelie während der NS-Zeit (Vgl. Hans Meyer, Die Philatelie im "Dritten Reich", Zwickau 2006), geht von der ältesten Börse Baden-Württembergs, wenn nicht sogar ganz Deutschlands aus. In der Briefmarkenzeitung „Sammler-Woche“ warb der Verein mehrmals: „Die 5. Internationale Briefmarkenbörse in Friedrichshafen findet am 29. April [1934] von 9-18 Uhr im Kasino der Zeppelin-Wohlfahrt statt. Der Briefmarken-Sammler-Verein Friedrichshafen veranstaltet seit Jahren im Frühjahr eine Briefmarkenbörse, die vom Bodenseegebiet, Oberschwaben, Österreich und besonders aus der Schweiz immer zahlreich besucht wird. Dem Sammler ist hierbei beste Gelegenheit geboten, durch Tausch seine Sammlung zu ergänzen. Alle Sammler und Händler sind zu dieser Veranstaltung herzlichst eingeladen.“


Jan. 1936/1937:   

Zum „Tag der Briefmarke“ organisierte der Verein eine weitere Veranstaltung Anfang Januar.

 

1938: 

Der Verein trat unter der Nr. 369 des Landesverbands Schwaben dem Reichsbund der Philatelisten bei. 1940 hatte der Verein 61 Mitglieder.

 

Um 1943:

Ab 1937 schlossen sich manche Briefmarkenvereine der Organisation „Kraft durch Freude“ (KdF), Abteilung Feierabend an oder gründeten neue Vereinigungen. Eine Anzeige zeigt, dass auch in Friedrichshafen das NS-Regime Neuerungen brachte: KdF-Sammler-Gruppe Briefmarken-Sammler-Verein Friedrichshafen lud zur Tauschbörse am 24.01.1943 nach Lindau ein. Dieses Inserat ist zugleich die letzte öffentliche Aktion vor Ende des Zweiten Weltkriegs.


April 1948:

In der ersten Anzeige des Briefmarkenvereins in der Nachkriegszeit lud er zu Tauschabende jeweils Mitte des Monats mittwochs ab 18 Uhr im Gasthaus „Waldhorn“ ein. Außerdem beteiligte er sich an der Kulturwoche 1948 mit einer Briefmarkenschau und einem Sonderpostamt. Die Ausstellung hatte Aufsehen erregt, da eine Schweizer Sammlung auf Briefen, die ersten Marken von Bayern und selbstverständlich Zeppelinpost zu sehen war.

 

Um 1950:

Der Briefmarkensammler-Verein Friedrichshafen organisierte regelmäßig einen Frühjahrs- und einen Herbst-Großtauschtag im Hotel „Sonne“ bzw. im Kolpinghaus (bis Anfang der 1980er Jahre).

 

16. März 1957:

Statt dem Tauschtag wurden „Jungsammler“ zu einer Briefmarkenbörse ins Jugendheim neben der Canisius-Kirche eingeladen. „Man wolle die Jungens aus wilden Briefmarkenjägern zu echten Sammlern erziehen“, kommentierte die Presse.

 

Januar 1971:       

Eine separate Münzbörse sollte dem neuen Trend der Münzen-Sammelleidenschaft Rechnung tragen. Mehr als die Hälfte der Mitglieder sollen bereits Münzen gesammelt haben. Die erste Veranstaltung im „Goldenen Hirschen“ besuchten etwa 1000 Personen. „Die Händler waren ebenso international wie ihre Kunden. Sie stammten aus London, Lausanne, Wien, Zürich, Baden-Baden und dem Ruhrgebiet.“ Mit der 2. Börse am 30.01.1972 etablierte sie sich bereits als größte Börse zwischen Stuttgart, München und Basel.

 

10.03.1972:

In der Hauptversammlung wurde beschlossen wurde, dass die Münzsammler offiziell im Verein aufgenommen wurden und der Name in „Verein der Briefmarken- und Münzsammler Friedrichshafen“ geändert wurde.

 

05./06. Juli 1975:

Mit dem 75jährigen Jubiläum des ersten Zeppelinflugs und den Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag des Grafen organisierte der Verein die Gedächtnisausstellung „Zeppelin-Erinnerungen“ mit einer Briefmarkenwerbeschau, einer Gedenkpostkarte und einer –münze. Ausgestellt wurden Fahrtbelege der „Hindenburg“ inkl. des Unglücks von Lakehurst, eine 2,3 kg schwere Zeppelinmedaille und die Patentschrift von LZ 1 sowie Originalbriefe des Graf Zeppelin u. Originalfotos und -postkarten. Die Qualität der Vereinsausstellung wurde in mehreren Presseartikeln hoch gelobt. Der Verein wartete bewusst dieses historische Jubiläum ab, um sein 50jähriges Bestehen zu begehen. Der Antrag für den Sonderstempel benennt ausdrücklich die wichtige Rolle des Briefmarkenvereins bei der Verbreitung der Zeppelin-Luftpost in den 1920/30er Jahre in alle Welt.

 

25. Januar 1976

Die Münzbörse wartete zum ersten Mal mit sieben Mineralienhändler auf. Wieder einmal bewies der Verein sein Händchen für Trends, denn das Sammeln von Mineralien stellte sich bereits an der dritten Veranstaltung als Erfolg heraus. Mit rund 2500 Besuchern überflügelte, auch an Internationalität, die Januarveranstaltung die Briefmarkenbörse im Herbst. Nicht nur aus den angrenzenden Nachbarländern erschienen Händler, sondern auch aus den USA und Großbritannien.

 

Herbst 1977:       

Die monatlichen Tauschabende wurden in der „Sonne“ abgehalten und zum ersten Mal feierte der Verein ein Sommerfest mit Musik, Tanz, Tombola und Essen.

 

14./15.10. 1978:   

Für das Jubiläum 50 Jahre erste Amerikafahrt von LZ 127 (11.-15-10.1928) wurde die Herbstbörse mit einer Ausstellung von Zeppelinbildern, philatelistischen Belegen und anderen Erinnerungsstücken ergänzt. „In einer Dokumentation konnte man die Entwicklung der Luftschiffe von LZ 1 an verfolgten. Fast alle Fahrten wurden mit Zeppelinpost belegt. Die Ausstellung […] konnte den Vergleich mit anderen Ausstellungen, die aus gleichem Anlaß in größeren Städten gezeigt wurden, sehr gut bestehen.“

 

März 1980:

In der Jahreshauptversammlung wurde Klaus Cario beauftragt, eine Jugendgruppe aufzubauen, die in den folgenden Jahren erfolgreich umgesetzt wurde. In unterschiedlichen Aktionen zeigte sich die Jugendgruppe u. a. bei der Münzbörse mit Mineralienmark am 24.01.1982 mit einer Werbeschau.

 

1981 - 1983:        

Der Verein brachte zwischen 1981 und 1983 das „Vereins-Blättle“ heraus.

 

27. Mai 1982:       

Auf Initiative des Vereins und des Landesverbands Südwestdeutscher Briefmarkensammlervereine e.V. wurde das Postamt I in Friedrichshafen vom BDPh zum „philatelistischen Postamt 1982“ ernannt. Aus dem Schriftverkehr zwischen Verein und Postamt geht die enge Verknüpfung zwischen den Zeppelinen, dem Postverkehr und der Philatelie, die auch durch den Verein vertreten wird, hervor. Das Postamt in der Altstadt war keine gewöhnliche Dienststelle: Es war bereits 1919 das erste Luftpostamt Deutschlands und wickelte insbesondere in den 1920/30er Jahren die weltweite Zeppelinpost ab. „Mit dieser Zeppelin-Tradition und der langen Serie von Sonderstempeln“ unterschied sich das hiesige „sicherlich von allen anderen Postämtern und darauf beruht der große Bekanntheitsgrad Friedrichshafens in Sammlerkreise.“

 

30.01.1983:          

Zur 13. Internationalen Münzen- und Briefmarkenbörse mit Mineralienmarkt beteiligten sich nun offiziell 30 Briefmarkenhändler. Es zeichnete sich in den letzten Jahren ab, dass Briefmarken oder Postkarten nicht von den Münzen und Mineralien getrennt werden konnten. Selbst die Briefmarkenhändler waren bisher auf der Münzbörse mit ihrem Umsatz zufrieden!

 

17./18.09.1983:    

Die Jugendgruppe organisierte mit Unterstützung des Vereins die erste Briefmarkenschau „FRIJUBRIA“, eine Jugendausstellung im Rang III mit Sonderpostamt, Postsonderschau und Briefmarkenbörse (inkl. Katalog) anlässlich 300 Jahre Post in Buchhorn und Friedrichshafen und des sechzigjährigen Jubiläums des Vereins. Zur Ausstellung gehörten postalische Belege aus der Inflationszeit; Dokumente der Bodensee-Schiffspost sowie Originalbelege zur Häfler Postgeschichte von den Anfängen bis 1920, die sich nicht nur auf postalische Belege beschränkte.

 

Mitte Nov. 1988: 

Anlässlich des 65jährigen Jubiläums des Vereins wurde eine Ausstellung in der Sparkasse organisiert. Es wurden Sammlungen zum Postverkehr ab 1690, eine Heimatsammlung Buchhorn-Friedrichshafen, eine Zeppelin-Sammlung und Entwertungen der Bahnpost und Bahnhofspostämter gezeigt. Vermutlich in diesem Zusammenhang erfolgte 1988-1991 eine Neuauflage der Vereinschrift unter dem Titel „Briefmarken- und Münzensammler in FN. Vereinsnachrichten“, welche halbjährlich vom Vorstand herausgebracht wurde.

 

04.-07. Okt. 1990:

Unter der Überschrift „Mekka der Briefmarkensammler“ berichtete die Presse vom 44. Bundestag des BDPh und dem 91. Philatelistentag in Friedrichshafen. Mehr als 500 Delegierte aus über 1000 Vereinen des BDPh und Vertreter von Vereinen der früheren DDR trafen sich unter dem Motto „Sammeln verbindet und bildet“. Neben der Tagung des Hauptvorstands waren eine Wettbewerbsausstellung (Rang III) und der erste Amerikasalon des Deutsch-Amerikanischen Philatelistenvereins aus Chicago, darunter mehrere Zeppelinsammlungen, zu sehen. Unter dem Titel „Zeitgeschichte gleich Postgeschichte“ stellte in der Ehrenklasse der Präsident des BDPh aus. Zur Veranstaltung erstellte der Verein einen Katalog und brachte einen Zeppelin-Silberbarren heraus. Weitere Programmpunkte waren ein Presse-Empfang auf dem Schiff „Graf Zeppelin“, ein Festabend mit Ball und 6 Sonderpostämter mit 9 Sonderstempeln.

 

29.01.1995:          

Anlässlich des 25jährigen Jubiläums der Januarbörse wurde die Ausstellungsfläche nochmals erweitert und eine Ganzsache mit einem Sonderstempel herausgebracht. Doch die Bundesdruckerei druckte das Bild von Friedrichshafen seitenverkehrt. Der Verein rettete die Situation durch den Druck von Postkarten.

 

30.10.1998:          

Im Graf Zeppelin-Haus wurde das 75jährige Jubiläum mit Tanzmusik, einem Zauberer sowie einer Tombola gefeiert.

 

02. Juli 2000:       

Zum Zeppelin-Jubiläum und zur Taufe des Zeppelins NT wurden zwei Sonderstempel herausgegeben. Ein Ärgernis bleibt, dass die Briefmarke zum Jubiläum erst an 13. Juli erschien und somit nicht mit den Sonderstempeln entwertet werden konnte. Nur einige VIP’s in Friedrichshafen bekamen vorab symbolisch die Marken übergeben - ein Kompromiss, der aus dem monatelangen Streit zwischen den Behörden und Friedrichshafen herauskam. Der Verein engagierte sich sehr und schrieb mehrmals u. a. Bundestagabgeordnete, OB Wiedmann, Zeppelinwerke und die Zeppelingemeinschaft Frankfurt an. Besonders bei den Sammlern war die Enttäuschung groß. Quasi als Ersatz bot der Verein am Jubiläumswochenende den Sondermarkenzusammendruck der Schweiz mit einer Abbildung des ersten und des neuen Zeppelins an.

 

Jan. 2002/2003:  

Zum letzten Mal lockte die Börse 3680 Besucher in die alte Messehalle 2. Das größte Kompliment machte dem Verein ein Briefehändler aus Stuttgart: „Das ist die beste Eintagesbörse in ganz Deutschland.“ Zum Publikumsrenner (über 4000 Gäste) entwickelte sich die 33. Börse in der neuen Halle B1, weil es die erste Veranstaltung auf dem neuen Messegelände war. Eine Besucherin meinte, „Die Mischung macht’s. Und in der neuen Halle ist das alles noch viel übersichtlicher und ansprechender.“

 

April 2002:           

Ein Thema der Hauptversammlung waren die verheerenden Folgen des Elbe-Hochwassers im Jahr 2002. Mit der Herausgabe der Hochwasserhilfe-Sondermarke sah der Verein die Möglichkeit, Gutes zu tun, in dem er mit dieser Marke den Schriftverkehr frankierte, der für die Organisation der Börse 2003 nötig war. Daher wurden 500 Marken gekauft und zusätzlich 1000 Euro gespendet. Das brachte dem Verein viel Ehre ein und eine Vorstellung im „Blättle“ des Landesverbands Südwest.

 

31. Okt. 2003:      

Der Verein beging sein 80jähriges Bestehen mit einer Lädinenfahrt und einer Feier, in der Mitglied Werner Rau anlässlich seines 80jährigen Geburtstages für seine langjährige Tätigkeit als erster Vorsitzender und der Herstellung von über 70 Zeppelin-Sonderstempeln zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

 

Dezember 2006

Der Verein schaltete seine erste Homepage online und meldete sie beim BDPh an.

 

18. Januar 2009: 

Mit dem Regionalvertreter Christian Helfert vom Jugendring Süd-West, konnte auf der MMB das Angebot des Jugendstands erweitert werden. „Es konnte nicht nur – wie in den letzten Jahren – aus Dubletten von Vereinsmitgliedern Marken und Belege ausgesucht werden, sondern auch eine Ralley durch die Messehalle sorgte für Unterhaltung.“

 

2010:

Mit Gertrud Vahlbruch aus Kempten fand der Verein eine kompetente Person, die seit langem wieder eine kleine Jugendgruppe in Friedrichshafen aufbaute.